Zum Inhalt springen
Gemüse-Setzlinge in kleinen Töpfen

Tipps für Gemüse aus eigener Anzucht

Viele Gemüsesorten und Kräuter keimen nur bei Wärme oder brauchen lange Kulturzeiten. Deshalb ist es oft besser, sie vorab drinnen vorzuziehen. Selbst auf der Fensterbank lassen sich schon ab März kleine „Gemüse-Kindergärten“ anlegen – hell, warm und gut gepflegt sprießen die ersten Pflänzchen schnell heran.


Benötigtes Material:
Qualitätssaatgut
Aussaatschale, Multitopfplatten, Jiffytöpfe, Torfquelltöpfe; auch Eierkartons, alte Eisbehälter oder Papp- beziehungsweise Plastikbecher
Aussaaterde
Abdeckhaube, Folie
Eventuell Zimmergewächshaus
Pikierstab
Töpfe für Jungpflanzen
Maßband
Stecketiketten, wasserfester Stift


So geht's:
1. Fülle das Anzuchtgefäß mit spezieller Anzuchterde (nicht gedüngt, keine groben Bestandteile), ziehe die Oberfläche glatt – zum Beispiel mithilfe eines Holzbrettes – und drücke die Erde leicht an.

2. Verteile die Samen gleichmäßig auf dem Substrat. Auf der Samentüte kannst du nachlesen, ob die gewählte Art ein Dunkel- oder ein Lichtkeimer ist. Lichtkeimer brauchen – wie der Name schon sagt – Licht, um aufzugehen. Sie dürfen deshalb kaum mit Erde bedeckt werden (Samen nur leicht andrücken). Alle anderen brauchen die Dunkelheit, um zu keimen. Diese bedeckst du so hoch mit Substrat, wie sie dick sind. Für größere Samen eignen sich übrigens Jiffytöpfe oder Torfquelltöpfe sehr gut. Diese werden später mitsamt der Pflanze ausgepflanzt.

3. Danach die Aussaat gleichmäßig anfeuchten, zum Beispiel mit einem Zerstäuber. Decke das Gefäß mit einer Abdeckhaube, Folie (die Ecken an Holzspießchen befestigen, damit etwas Abstand zum Substrat bleibt) oder einer Glasglocke ab. Das ist notwendig für einen guten Feuchte beziehungsweise Wärmehaushalt und dient als Schutz. Noch geschützter wachsen die Pflanzen in einem Zimmergewächshaus. Die gibt es sogar mit Heizmatten zum Einlegen.

4. Stelle die Gefäße hell und warm auf. Kontrolliere den Zustand deiner Zöglinge jeden Tag. Es ist wichtig, dass die Aussaat immer gut feucht ist (aber nicht nass).

5. Das erste Blattpaar, das erscheint, sind die Keimblätter. Lüfte jetzt die Aussaat auch regelmäßig. Sobald weitere Blätter vorhanden sind, kannst du die Abdeckung komplett entfernen.

6. Nach 3 bis 6 Wochen wird es langsam ziemlich eng und die Sämlinge fangen an, miteinander zu konkurrieren. Nun ist es Zeit zum Pikieren, das heißt, die Sämlinge zu vereinzeln und in separate Töpfe zu setzen (ca. 8 bis 10 Zentimeter Durchmesser). Besonders schwache solltest du dabei gleich aussortieren. Beim Pikieren ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, damit die feinen Wurzeln nicht beschädigt werden. Am besten verwendest du ein Pikierholz, um die Einzelpflänzchen herauszulösen. Im neuen Topf setzt du den Sämling in ein Loch und drückst die Erde leicht an; danach wieder wässern.

7. Ab Mai kannst du die Jungpflanzen langsam „abhärten“, indem du sie an bedeckten Tagen für ein paar Stunden ins Freie stellst. Ab Mitte Mai dürfen sie ganz nach draußen umziehen.

Diese Tipps stammen aus:

Hinterlassen Sie Ihre Gedanken hier

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.

Drawer Title
Ähnliche Produkte